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Einfache Zufallsauswahl

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Die einfache Zufallsauswahl (auch als reine oder uneingeschränkte Zufallsauswahl bezeichnet) ist die Grundform aller zufallsgesteuerten Auswahlverfahren. Jedes Element der Grundgesamtheit hat dieselbe, berechenbare Chance oberhalb von Null, in die Stichprobe aufgenommen zu werden. Über die Auswahl entscheidet allein der Zufall, d.h. der Auswahlprozess ist frei von subjektiven Einflüssen. Mit zunehmender Größe nähert sich eine auf der einfachen Zufallsauswahl basierende Stichprobe immer weiter der Grundgesamtheit an, wodurch sich ihre Repräsentativität erhöht.

Um eine einfache Zufallsauswahl durchführen zu können, müssen alle Elemente der Grundgesamtheit bekannt sein und nummeriert vorliegen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann die eigentliche Auswahl der Elemente für die Stichprobe nach dem Lotterieverfahren erfolgen, wofür die Grundgesamtheit nach dem Zufallsprinzip durchmischt werden muss. Ist das Lotterieverfahren nicht anwendbar, so kann mit dem Schlussziffernverfahren (alle Elemente mit der zufällig gewählten Endziffer x werden ausgewählt) oder mit dem Verfahren der systematischen Zufallsauswahl (jedes x-te Element wird ausgewählt, beginnend an einem zufällig bestimmten Startpunkt) eine einfache Zufallsauswahl realisiert werden.

Für die Durchführung einer einfachen Zufallsauswahl ist keinerlei vorherige Kenntnis der Merkmalsverteilungen innerhalb der Grundgesamtheit erforderlich, eine erwartungstreue Repräsentativität stellt sich durch das Verfahren selbst ein. Eine subjektive Manipulation der Auswahl durch die Durchführenden ist, ob bewusst oder unbewusst, bei einer einfachen Zufallsauswahl kaum vorstellbar. Nachteilig ist, dass eine korrekt durchgeführte Zufallsauswahl einen hohen Aufwand bei Planung und Durchführung mit sich bringt. Zudem kann eine zufällig ausgewählte Person nicht einfach durch eine andere ersetzt werden, ohne das Prinzip der zufälligen Auswahl zu verletzen. Dies bedeutet, dass Nichterreichbarkeit oder Auskunftsverweigerungen ein Problem darstellen, wenn sie verstärkt auftreten.

Quellen Bearbeiten

C. Reinboth: Möglichkeiten und Grenzen von Online-Befragungen unter besonderer Berücksichtigung der Daten- und Stichprobenqualität, Diplomarbeit, Hochschule Harz, Wernigerode, 2005.

Koch, J. (1997). Marktforschung - Begriffe und Methoden. München: R. Oldenbourg Verlag.

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